Conny Wischhusen

STANGENWARE

 

Vernissage: Samstag, den 06. Oktober 2018 ab 18.00 Uhr

Ausstellungsdauer: 07.10. bis 02.11.2018

 

Öffnungszeiten:

jeden

Dienstag von 18.00 bis 20.00 Uhr

und

Samstag, den 20.10. von 11.00 bis 13.00 Uhr

sowie nach Vereinbarung unter 0152 3357 6128

(zusätzliche Besichtigungsmöglichkeiten siehe Menüpunkt "Öffnungszeiten")

 

Weitere Informationen zur Künstlerin

 

Artikel in der Gerresheimer Gazette


 

 

Impressionen aus der gut gelaunten Runde während der Vernissage am 06.10.18

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stangenware


(Textauszug: Rede von Evita Emersleben zur Eröffnung der Ausstellung Stangenware II im
Kreismuseum Syke im März 2018)


Conny Wischhusen gibt ihren linienhaften Bildern industriell anmutende Titel:
“Stangenware” oder “Grauzone”.


Allgemein versteht man darunter viel produzierte, gesichtslose, nicht individuelle, billige,
schnell produzierte Ware, serielle Massenware vom Fließband.Die unindividuelle
Stangenware im Handel z.B in der Boutique ist in Einheitsgrößen (im Design), damit sie
möglichst vielen passt, ist aber paradoxerweise für Individuen bestimmt.


Conny Wischhusen schaut die Stange so genau an, dass sie zum Leben erweckt wird und
einen eigenen Charakter bekommt. Der Farbauftrag ist meist grosszügig pastös und
farbenfroh. Die Linie wird deutlich in Szene gesetzt. Die Faszination am Abstrakten liegt oft
am Zugang des Intuitiven der Schaffenden und gleichzeitig an der Schwierigkeit eine
Arbeit zu komponieren.


Malerei steht für Conny Wischhusen für das Individuelle, das Perfekte im Unperfekten, für
eine eigene individuelle Sprache, eigene Größe, Ordnung und eigene Entscheidungen.
Wischhusen sieht sich selbst als politische Künstlerin, so ist ihre “Stangenware” also
Konsumkritik und ein Spiel mit dem Wort und dem Paradoxon. Der rote Faden ist die Linie
als Formensprache, die sich teils in dem Format wiederholt, mit dieser gespielt und variiert
wird. Mitunter wird sie gegenständlich oder bleibt der Gegenstand Linie.


„Yo no busco, encuentro (Ich suche nicht, ich finde)“. Beeindruckt und motiviert lehnt sich
Conny Wischhusens künstlerische Arbeitsweise und Arbeitsmotto an das eine erwähnte
Zitat Picassos, meint aber etwas anders. Sie sagt:” Wer sucht, hat keine Zeit zum Finden.”
Der Aspekt Zeit, den es braucht um Kunst zu schaffen, wird hierbei benannt. Der Zustand
des Kunstschaffens ist ein zeitlos wirkender Moment ähnlich wie in Träumen.


Conny Wischhusen möchte in ihren Arbeiten nicht gefallen. Ein bestehen einer gewisse
Schludrigkeit und Schlampigkeit in ihren Arbeiten ist ihr bewusst. Hierbei wird der 80er
Jahre Einfluss, das Thema: Der Aufstand gegen Spießigkeit, in der auch Sigmar Polke
künstlerischer Vertreter war, sichtbar.


Ihre linienhaften Malerei hat aufgrund der Haptik einen Hang ins Bildhauerische zu gehen,
löste sich aber in den letzten Arbeiten “Grauzone” von der dreidimensionalen unversehrten
Linie in einen auflösbaren Gestus, in pure Malerei, auf.


In der Ausstellung werden 5 Fotografien als FineArt-Drucke zum Thema
„Stangenware„ zu sehen sein.

 

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